Sondersitzung zur Rettung unserer Neustadt-Kulisse
Auch ich war positiv überrascht, dass der Bürgermeister der Einladung der IWA folgte, um konstuktiv über die Situation und die Möglichkeiten zu diskutieren, die einen Abriss unseres Hauses in der Bruno-Bergner-Straße verhindern. Leider hörte ich aus seiner Argumentation fast nur heraus, was alles NICHT geht, und das finde ich schade.
Ich gebe Torsten Röder Recht. Wie schnell sich ein Haus an die GeWoG verscherbeln lässt, haben wir bei der Pohlitzer Turnhalle gesehen. Letztere sollte dann Platz für ein Projekt machen, das bis heute nicht umgesetzt wurde, weil es schon vor Abriss gescheitert war 💥. Auf den Abrisskosten sind wir in diesem Fall sitzengeblieben, aber heute, wo wir ein weiteres wertvolles Haus an die GeWoG übergeben können und wissen, dass sich damit später möglicherweise für Jahrzehnte Gewinne für das Tochterunternehmen generieren lassen, schrecken wir als Stadt zurück. Das ist nun seit sieben Jahren so: Dort, wo es gute Einnahmen geben könnte, laufen wir weg, blähen aber dafür die Ausgabenseite des Haushalts auf. Demnächst übrigens mit großer Wahrscheinlichkeit wieder, aber darüber darf ich noch nicht schreiben 🤫. Weiß eigentlich jemand, welchen Emoji ich als Maulkorb-Smiley nutzen könnte?
Weiter im Text: Nur wer im Fach Wirtschaft aufgepasst hat, weiß, dass man erst investieren muss, wenn man verdienen will. Das ginge hier mit der Versteigerung los, mit dem Teilabriss, dem Wiederaufbau und dann wandelt sich das Ganze durch eine Vermietung von Ausgaben in Einnahmen-minus-Ausgaben-ist-gleich-Gewinn. Das Haus ist sicher um die 125 Jahre alt und dass heißt, dass wir dann hundert Jahre daran verdienen könnten, wenn es gepflegt wird und wir es nicht wieder an einen Ausländer verkaufen.
Traurig war, dass von 18+1 Stadträten nur 4+1 der Einladung folgten. IWA und AfD waren dagegen fast vollzählig anwesend. Aufgepasst bei der nächsten Wahl. Kreuzt ab jetzt bitte nur Kandidaten an, die etwas für Greiz übrig haben.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen