Die gestrige Stadtratssitzung zeigt erneut, dass noch viel Arbeit vor uns liegt 🥺.

Mein Kopf ist immer noch leer nach der gestrigen Stadtratssitzung, aber ich versuche trotzdem, meine Gedanken zusammenzunehmen, um euch zu berichten. Ich fühle mich wieder zurückkatapultiert an den Anfang unserer Legislatur, als alles so aussichtslos erschien. 

Was wurde gestern über den grünen Klee gelobt, wie toll man doch vorher die Stadträte in die Haushaltsfindung einbezogen hatte. Ja, die Zeit ist schnelllebig, da kann man bestimmt was vergessen, aber vielleicht leide ich auch schon ein bisschen an Demenz. In meiner Erinnerung wurde uns der erste Entwurf per Mail zugeschickt und der zweite auch. Zwischendurch gab es eine Tagung - an einem Donnerstag 15.00 Uhr, an der aufgrund der unzumutbaren Zeit für berufstätige Stadträte gerade mal eine Handvoll anwesend war. 

Herr Marek muss irgendwie gestern früh einen Clown verschluckt haben, denn er ging unseren Torsten an, dass man sich für sowas schon mal Zeit nehmen muss. Scheinbar hat er als Selbständiger völlig die Kontrolle verloren, wenn er nicht mehr weiß, dass man als Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber verpflichtet ist, und die Stadtratstätigkeit im Ehrenamt ausgeübt wird. 

Weil keiner aus unserer Fraktion an dieser Veranstaltung teilnehmen konnte, haben wir leider auch verpasst, warum die Sanierung EINES Dorfteichs 937.000 Euro kostet und bei einer Förderung von 85 Prozent trotzdem noch 425.000 Euro Eigenanteil für das Stadtsäckel verbleiben. Auch wissen wir nicht, warum Dinge, die den Bürger schon jahrelang umtreiben und erschwinglich sind, nicht bedacht wurden. In unserer Haushaltsrede wiesen wir auf den Schluchter, das fehlende Buswartehäuschen unterhalb der Liebsfrau und die Zufahrtsstraßen zur Pension in Sachswitz hin. Ebenso auf die fehlende Aufrufanlage im Meldeamt, welches sich in der Marienstraße befindet, und inzwischen wie das Gesindehaus des gefühlt 3. Schlosses auf dem Markt anmutet. Da wiederum meinte Herr Marek, wenn schon, dann ist es das vierte Schloss in Greiz. Ich suche noch, welche Greizer Sehenswürdigkeit nun wohl das dritte Schloss darstellt. Man kann ja nicht alles wissen, aber mein Interesse ist geweckt und ich werde hoffentlich bald fündig. 

Was für uns als Fraktion absolut nicht nachvollziehbar ist, ist die fehlende 1. öffentliche Lesung, sodass der Bürger keine Möglichkeit hatte, sich einzubringen, wie sein Geld verwendet wird, und die erneut monströse Tagesordnung. Ich war kurz nach elf zu Hause und nach gefühlt 100 Stunden meiner knappen Freizeit, die ich dieses Jahr in dem unbezahlten Ehrenamt verbracht habe, bin ich jetzt denkbar unglücklich, dass wir dem Haushalt zugestimmt haben. Es sollte ein Zeichen sein, dass wir gewillt sind, aufeinander zuzugehen, nachdem es die einstimmige Entscheidung für unser Haus in der Bruno-Bergner-Straße gab.

Doch der Verlauf der Sitzung zeigte uns, dass es 18+1 weiterhin nicht darum geht, unserer Stadt zum Aufschwung zu verhelfen, sondern weiterhin eigene Befindlichkeiten zu pflegen und den Sumpf der Greizer Politik beizubehalten. Ich darf nicht schreiben, woran ich das erkannt habe, aber die Sonne bringt alles an den Tag und wenn es soweit ist, werde ich daran anknüpfen.

Es tut mir leid, liebe Greizer, dass es nur zäh vorangeht, aber wir bleiben dran 💯.
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Guter Artikel, Herr Eckardt ⬇️! Danke, dass Sie sich den Wahnsinn immer wieder antun.

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